Einblicke in
das tschechische Bildungssystem im europäischen Kontext und
Vergleich mit den
deutschsprachigen Nachbarländern
Bericht
Gastgeber
der Veranstaltung war das Gymnasium
Slovanske Namesti, dessen Direktor Dr.
Josef Filous, Mitglied
der tschechischen Schulreformkommission, den Vortrag
zum tschechischen Schulsystem hielt.
An dem Studientag nahmen insgesamt 27 Personen, davon18 VertreterInnen aus Österreich, acht aus Tschechien und ein Realschuldirektor aus Bayern teil.Vortrag
Das Gymnasium Slovanske Namesti
in Brünn ist eine Schule mit sprachlichem Schwerpunkt. Es
führt zwei Typen: den
sechsjährigen und den vierjährigen Zweig. Derzeit
arbeitet es als Pilotschule
an der Entwicklung gymnasialer Rahmenlehrpläne mit.
In
vier verschiedene Richtungen soll
gearbeitet werden:
Das
Angebot an
Fremdsprachenunterricht soll auf jeden Fall verstärkt sowie
die Auswahlmöglichkeit
bei den Wahlfächern vergrößert werden und
die SchülerInnen sollen ein
offizielles Mitspracherecht erhalten.
Zum
Abschluss erhalten wir einen
interessanten zweiteiligen Evaluierungsbogen des Gymnasiums
Brünn (LehrerInnen- und
Schulevaluation).
Beim
Mittagessen habe ich erfahren, dass es in Tschechien an den
Gymnasien keine Elternvereine in unserem Sinn gibt. In den Hauptschulen
kommen vereinsmäßige
Zusammenschlüsse
von Eltern vor. Eine SchülerInnenunterstützung
für Schulveranstaltungen gibt es
dadurch, dass vermögendere Eltern in einen Sozialfond
einzahlen, der von der
Schule verwaltet wird. Einen
Beitrag zur
Verbesserung der Ausstattung der Lehrmittel der Schule wird von den
Eltern
nicht geleistet und auch nicht als notwendig erachtet.
Das
Schulgebäude des Gymnasiums sieht so aus wie viele
höhere Schulen
in Österreich. Die SchülerInnen verhalten
sich auch so ähnlich wie
unsere. In die Klassen, in die ich hineinsehen konnte, stand ein
Fernsehapparat. Wir saßen in einem
Informatikraum mit mehreren Computern. Wenn die
Tür geschlossen war,
konnte man von außen nicht in den Raum hinein. Im ersten
Stock gab es die Küche
und einen Speisesaal wo alle, auch die älteren
SchülerInnen essen gingen. Es
gab auch einen Aufenthaltsraum für SchülerInnen. Zum
Kaffeetrinken mussten wir
in den Keller gehen.
Die
Studienreise wurde durch einen
Stadtrundgang in Brünn ergänzt.
Aus
Österreich nahmen außer mir Präsident
Sektionschef i.R. Dr. Heinz Gruber, Generalsekretär
Direktor i.R. Dr. Fritz Mairleitner sowie LehrerInnen des
RG Waltergasse, GRG
Astgasse, GRG Billrothstraße 73, G Jodok Fink Platz, GRG
Ödenburgerstraße, GRG
Neunkirchen, GRG Laa /Thaya, BRG Stainach , der VS Bertha von Suttner
aus Graz
und der HBLA für Sozialmanagement Bad Ischl teil.
Dr.
Christine Krawarik,
Elternverband, Wien